Home Veranstaltungen - Chronik Lerngruppe am 26. September 2009
Lerngruppe am 26. September 2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Milena und Philipp   
Donnerstag, den 15. Oktober 2009 um 21:11 Uhr

Bericht von Milena:

Mein letztes Mal bei der Mausgruppe (dieses Jahr) war auch mein erstes Mal als Leiterin der Gruppe. Als Verstärkung standen mir für dieses eine Mal meine Schwester Zaneta und Philipp, der zu Besuch in Japan war, zur Seite.

Da nicht nur meine beiden Assistenten neue Gesichter in der Gruppe waren, sondern wir auch ein neues Mitglied begrüßen durften, begannen wir damit, uns mit „Ich heiße…“ vorzustellen und den Ablauf des Treffens zu besprechen. Da es das letzte Mal war, fragte ich auch die Kinder nach Spielen, die sie kannten und gerne machen würden. So wurde zum Beispiel „Tanzkreis“/ „Reise nach Jerusalem“ und „Flüsterpost“/ „Stille Post“ gewünscht.

Wir bildeten also einen Stuhlkreis für das erste Spiel „Reise nach Jerusalem“. Musik (deutsche Kinderlieder) wurde gespielt und alle mussten um die Stühle herumlaufen, -springen, - tanzen und -rennen. Das Springen auf einem Bein sowie das rückwärts um den Kreis Laufen stellte sich als besonders lustig heraus.

Nach zwei Runden räumten wir die Stühle wieder zur Seite und setzten uns alle auf den Boden in den Kreis, um „Flüsterpost“ zu spielen. Nicht einmal gelang es uns, das Wort vom Anfang am Ende richtig zu nennen, nur einmal waren wir recht knapp dran.

Da wir schon im Kreis standen, schlug ich vor Pantomine zu spielen. Es kam zu recht lustigen Vorstellungen, allerdings mangelte es an Bereitschaft, sich einen Begriff auszudenken.

Schließlich teilten wir uns in zwei Gruppen. Ich kümmerte mich (mit freundlicher Unterstützung einer Mutter aus der Spielgruppe) um die Fortgeschrittenen, während die zwei Assistenten mit den ABC Schützen arbeiteten. Diese führten unterschiedliche Lese- und Schreibübungen durch und spielten einige Spiele, die zur Vokabelförderung dienten. Es fiel auf, dass die Konzentration bei den etwas älteren Jungs der ABC Schützen schnell nachließ und sie sich nicht zur Mitarbeit überreden lassen wollten. Dahingegen gab es auch den umgekehrten Fall bei den Jüngeren, die ausdrücklich mehr Übungen forderten und mit Erfolg auch erledigen konnten.

Die Gruppe der Fortgeschrittenen erhielt eine Aufgabe, die sich als recht schwer zu bewältigen herausstellte. Die Kinder sollten eine Geschichte, die aus mehreren kurzen Sätzen bestand richtig zusammen setzen, wobei es darum ging, zwei kurze Sätze zu einem zusammenzufügen und mit evtl. Kommata zu versehen. Ein weiteres Arbeitsblatt, welches wir leider zeitlich nicht mehr geschafft haben und welches bitte das nächste Mal erledigt werden soll, beschäftigte sich mit der Zuordnung von Wörtern in „Wortfamilien“ aus Nomen, Verben und Adjektiven.

 

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, wie viel Spaß mir die Arbeit in der Mausgruppe gemacht hat. Ich hoffe, dass ich mal wieder mitmachen kann, sollte ich erneut nach Japan komme! Vielen Dank!

Milena

 

Bericht von Philipp:

Heute, am Samstag, den 26. September 2009, habe ich zusammen mit Milena und ihrer Schwester die Gruppenleitung der älteren Kinder der Mausgruppe Kyoto übernommen.
Da ich zum ersten Mal aktiv an der Unterrichtsgestaltung der Mausgruppe teilnahm (ich habe mir das Ganze 2 Wochen vorher mal angeschaut), kannte ich die Kinder nicht persönlich (und vice-versa) – so musste ich mich erstmal mit dem Charakter jeden Kindes so gut es ging vertraut machen.

Von der Spiele-Aktivität aus ging es zur Gruppenarbeit. Dazu bildeten wir zwei Gruppen, getrennt nach Sprachfähigkeits-Grad. Die Kinder, die sich dem Deutschen schon sicherer waren (im Sprechen sowie Schreiben), arbeiteten mit Milena zusammen, die anderen vier mit mir und Milenas Schwester.
Wir lasen mit ihnen zusammen eines ihrer Lernbücher und überprüften ihre Lesestärke sowie ihr literarisches Verständnis (wie zugänglich war ihnen das, was wir vor- und zusammen lasen?).
Da eines der Kinder auffällige Schwierigkeiten damit hatte, am Lesen teilzuhaben, entschied ich mich, den Fokus darauf zu legen, dass auch er sich einzubringen traute (Sprach-Blockade abzubauen) und arbeitete für die verbleibende Zeit mit ihm zusammen während Milenas Schwester mit den anderen weiter las.
Tatsächlich schien zum Ende hin seine Schüchternheit verflogen zu sein und er sprach mir sogar laut nach (vorher sprach er so gedämpft, dass ich ihn kaum verstehen konnte).
Dieser Samstags-Kurs endete schließlich um kurz nach 12 Uhr, als die Eltern der Kinder kamen, um sie abzuholen. Zu guter Letzt verabschiedeten wir uns noch – gesanglich untermalt - gemeinsam im Kreis, zusammen mit der Gruppe der jüngeren Kinder.

Insgesamt war es für mich eine tolle Erfahrung, die ich im nächsten Mausgruppen-Treff gerne wiederholt hätte (und auch zukünftig gerne wiederhole !), auch um weitere interessante Unterrichtsmodelle und spannende Unterrichts-Aktivitäten auszuprobieren. Leider war dies aufgrund meines zeitlich begrenzten Aufenthaltes in Kyoto (bis 30. September) nicht mehr möglich. Aber mal sehen, welche anderen Überraschungsmomente die Zukunft noch parat hält !



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. Oktober 2009 um 21:59 Uhr